Senioren-Centrum Katzenelnbogen
Senioren-Centrum Katzenelnbogen

 

Erlebnisabende, Blaue Stunden,

Lebensfreude, Geselligkeit und Tanzcafe

 

 

Ein besonderer Bewohner lässt im Senioren Centrum seine Mitbewohner an seiner Kunst teilhaben

 

 

Im Juli des Jahres 2008 konnte Horst Meyer aus Eisighofen sein 50-jähriges Jubiläum an der Orgel in der Kirche zu Dörsdorf feiern. In seinem Lebensabend freut er sich darüber, im Senioren Centrum seine Mitbewohner mit seinem Klavierspiel zu erfreuen. Wie von Zauberhand finden sich, wenn er beginnt zu spielen, Zuhörer ein und singen gerne leise die Lieder mit.

„Geh aus mein Herz und suche Freud“ war eines der Lieder, die er sich damals zum Gottesdienst gewünscht hat. „Loblieder finde ich am schönsten“, sagt Horst Meyer. Auch Pfarrer Andreas Becker bestätigte das damals im Festgottesdienst zu Ehren und zum Jubiläum von Horst Meyer. Horst Meyer war damals 72 Jahre alt und er sagte: „Ich bin sehr froh, dass ich zum Gottesdienst in der Kirche in Dörsdorf und alle zwei Wochen auch in Reckenroth in der schönen Marienkapelle noch die Orgel spielen kann.“

„Mein Lehrer Hans Tech hat mich in der 5. Klasse Klavier spielen lassen“, erzählt Horst Meyer, „und später auch die Orgel“. Und weiter, wie er im Gasthaus Ohlbach am Klavier üben durfte. Später kauften ihm seine Eltern ein Klavier. 800 Deutsche Mark, also DM, kostete das Klavier, die Eltern mussten sich diesen Betrag wahrlich absparen. Horst Meyer wird nachdenklich: „Ich erzähle es Ihnen einfach mal, jeden Abend im Bett betete ich als kleiner Junge zum lieben Gott um ein Klavier“. Als Lehrer Tech von Dörsdorf wegging, übernahm er das Orgelspiel.  Zuerst nahm er Orgelstunden in Wiesbaden bei einem ausgebildeten Kantor.  Neben der Arbeit zu Hause im landwirtschaftlichen Betrieb erforderte diese Ausbildung damals ein Stück Durchhaltevermögen. Von seinem Heimatort Dörsdorf aus musste er vier Kilometer zum Bahnhof nach Rückershausen laufen – damals fuhr noch die Aartalbahn nach Wiesbaden -. Vom Bahnhof aus waren es bis zur Bergkirche in Wiesbaden auch noch zwei Kilometer zu laufen. Und am Abend nach Hause noch einmal das umgekehrte Programm. Das Spiel an der Orgel war es ihm wert. Später besuchte Horst Meyer noch Kurse zur Weiterbildung. Er übte drei bis vier Stunden pro Woche Fingerfertigkeit, Takt- und Tonfolgen.

Im Festgottesdienst damals ging Pfarrer Becker auch auf die Bedeutung des Orgelspiels in der Kirche zum Gottesdienst für Horst Meyer – aber auch für die Menschen ein. „Die Töne sind wie unsere Gefühle, mal hell, mal dunkel“, sagte Pfarrer Becker. Mehrere Töne verbinden sich zu einer Melodie. Die ist auch unterschiedlich. Mal heiter und beschwingt, mal müde und traurig. „Jeder kommt mit seiner eigenen Melodie in den Gottesdienst. Mit dem Spiel der Orgel werden die Menschen auf den Gottesdienst eingestimmt. Und sie können selbst etwas geben: Lieder bewusst für Gott singen – ihm Lob und Dank sagen wie in den Lieblingsliedern von Horst Meyer“. Pfarrer Becker sagte, dass die Lieder und das Spiel der Orgel den Menschen helfen, im Gottesdienst anzukommen.

 

Uschi Weidner

 

Foto: Uschi Weidner

 

 

 

Haben Sie Fragen?

Rufen Sie uns an!

 

 

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

 

Senioren-Centrum Katzenelnbogen
Aarstr. 15
56368 Katzenelnbogen
Telefon: 06486-90360 06486-90360
Fax: 06486-903628
E-Mail-Adresse:
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Senioren-Centrum Katzenelnbogen

Anrufen

E-Mail

Anfahrt